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Synopsis

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Ethik Schopenhauers. Es soll im folgenden darum gehen, die, nach Auffassung des Verfassers, zentralen Merkmale des schopenhauerschen Ansatzes einer Moralbegründung herauszustellen. Dabei sollen im ersten Abschnitt die drei Grundtriebfedern des menschlichen Handelns benannt werden. Hier wird darüber hinaus gezeigt werden, daß das Mitleid nach Schopenhauers Auffassung als die Grundlage des ethischen Handelns anzusehen ist. Darauf aufbauend, wird im zweiten Abschnitt dargelegt, welche Bedeutung dem Mitleid als Zugang zur Erkenntnis im Sinne Schopenhauers zukommt. Die Beschäftigung mit dieser Thematik macht einen kurzen 'Abstecher' in die Metaphysik Schopenhauers notwendig, die aufs engste, und dies stellt auch eine Besonderheit im schopenhauerschen Denken dar, mit dessen Ethik verknüpft ist. Dabei soll aber nicht zu tief in die metaphysische Materie eingedrungen werden. So muß insbesondere die Frage nach der Rolle des intelligiblen Charakters, nach der Freiheit des Handelns und nach der Hierarchie von Wille und Erkenntnis ausgeklammert werden, um sich nicht all zu weit von der ethischen Fragestellung, die möglichst praktisch beantwortet werden soll, zu entfernen. Daran anschließend wird im dritten Abschnitt gezeigt, daß Schopenhauer das Mitleid bei weitem nicht als Selbstzweck ansieht, sondern lediglich als Zugangsmittel zur Negation des Willens. Die konkreten Schlußfolgerungen, die aus einem solchen Denkansatz zu ziehen sind, sollen dabei kritisch hinterfragt werden. Der Darstellung des ethischen Konzepts Schopenhauers, schließt sich im vierten Abschnitt dessen Kritik an Kants Ethikentwurf an. Hier wird es vor allem um die Kritik Schopenhauers am kategorischen Imperativ und dessen Ableitung von reinen Prinzipien a priori, gehen. Im fünften Abschnitt soll die Ethik Schopenhauers im Zusammenhang mit der philosophischen Tradition, und deren radikale Richtungsänderung im 19. Jahrhundert, gesehen werden, wobei hier besonders die Grundfrage nach dem Primat menschlichen Handelns im Vordergrund steht, die von Kant und Schopenhauer ganz unterschiedlich beantwortet wird. Im sechsten Abschnitt schließlich, sollen Schopenhauers und Kants Beiträge für eine zeitgemäße Ethik diskutiert und die Frage nach einer solchen gestellt werden. In den abschließenden Betrachtungen werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefaßt.

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