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Synopsis

Einleitung In den Jahren 1376 bis 1395 sahen sich die mecklenburgischen Ostseestädte Rostock und Wismar vor eine diplomatische Zerreißprobe gestellt. Ihre Landesherren, die Herzöge von Mecklenburg, standen im Krieg mit Dänemark, einer von ihnen gar in seiner zusätzlichen Eigenschaft als König des Reiches Schweden. Rostock und Wismar, die mittels eines Aufstandes im Jahre 1311 erfolglos versucht hatten, die Herrschaftsgewalt ihres Landesherrn abzuschütteln1, waren keine Reichsunmittelbaren Städte und somit ihrem Territorialherren zur Treue verpflichtet. Die Unterstützung, die beide Städte den mecklenburgischen Herzögen im Krieg gegen Dänemark in Form der Öffnung ihrer Seehäfen für Kaperfahrer angedeihen ließen, war für sie wirtschaftlich zwar zunächst von großem Nutzen, widersprach aber diametral den Interessen der deutschen Hanse, deren Mitglieder Rostock und Wismar ebenfalls waren, da die angeworbenen Kaperfahrer schon sehr bald keine Unterscheidung zwischen feindlichen und neutralen Schiffen mehr machten. Auch die Tatsache, dass die Helfershelfer keineswegs zu uneingeschränkter Loyalität tendierten und zwischenzeitlich die Fronten wechselten, verkomplizierte die Situation zusätzlich. Aufgrund der zahlreichen auftretenden Akteure, die mit den verschiedensten Zielen auf beiden Seiten im Verlauf des Konflikts intervenierten und der rechtlichen Problematik, der die Akteure mit teils intriganter Genialität begegneten, entwickelte sich in den Jahren 1376 bis 1395 ein Drama in drei Akten, welches selbst einem William Shakespeare zur Ehre gereicht hätte. Im Verlauf dieser Arbeit soll erörtert werden, wie es den Städten Rostock und Wismar in der Zeit der dänischen Erbfolgekriege von 1376 bis 1395 gelang, durch geschicktes Taktieren einerseits die Treueverpflichtung zu ihrem Landesherren in größtmöglichem Maße einzuhalten und andererseits ihre Interessen gegenüber der den mecklenburgischen Kaperfahrern feindlich gesinnten Hanse zu wahren und sich einem Ausschluss aus der Gemeinschaft, der sogenannten 'Verhansung' zu erwehren. Zum Zwecke dieser Untersuchung sollen vornehmlich die Bände 19 - 23 der Mecklenburgischen Urkundenbücher2 als Quellen dienen, in denen für den zu behandelnden Zeitraum sowohl ausgestellte Urkunden, als auch die mecklenburgische Angelegenheiten betreffenden Auszüge der Hanserecesse editiert sind...

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