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Synopsis

Flur- und Ortsbezeichnungen (sog. Toponyme) können wichtige Aufschlüsse über geschichtliche Abläufe geben die sich durch schriftliche Quellen oftmals nur unzureichend erschließen lassen. Im südwestfälischen Bergland sind es unter anderem Höhlen, deren Namen historische Bedeutung besitzen können. Dieser Artikel dokumentiert in Form einer komplexen Indizienkette unter sozialgeschichtlichen, etymologischen und historisch-geographischen Aspekten die wirtschaftliche Situation von Wanderarbeitern die als Erntehelfer und beim Eisenbahnbau tätig waren. Er zeigt deren weitgehend negative Wahrnehmung durch die ortsansässige Bevölkerung und legt den Schluss nahe, dass diese Personengruppe zeitweilig in Westfalen als 'moderne Höhlenbewohner' gelebt haben. Die Klärung des Toponyms 'Monarchen-Höhle' steht dabei im Zentrum der Betrachtung. Es wird im Sinne von Melcher & Guggenberger (2003) als ein 'sprachliches Denkmal' analysiert, das 'in sich (bisweilen sprachlich verschlüsselte) Informationen zur Nutzungs- und Besiedlungsgeschichte der Landschaft' beinhaltet...'. Die Ursachen der Entstehung und sprachlichen Verbreitung, sowie der Wortsinn und spätere Verlust der Erinnerung an den Begriff des 'Monarchen' als Synonym für Wanderarbeiter werden untersucht.

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