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Synopsis

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 2,0, Ludwig-Maximilians-Universität München (Geschwister-Scholl-Institut München), Veranstaltung: 'Neue' Kriege oder 'alte' Kriege? , 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Auch heute noch wird Krieg in den Köpfen der Menschen weitgehend nach der Definition von Clausewitz als Fortführung der Politik mit anderen Mitteln verstanden, in dem sich Soldaten verfeindeter Staaten gegenüberstehen und für den militärischen Sieg ihres Vaterlandes kämpfen. Krieg umfasse dabei den Zeitraum von Kriegserklärung bis zum Friedensschluß und unterliegt den Regeln des Kriegsrechts bzw. Völkerrechts. Die jüngsten Kriege in Afghanistan und Irak tragen sicherlich dazu bei, dieses Bild bei zu behalten, selbst wenn beide Kriege zeigen, dass ein militärischer Sieg noch lange keinen dauerhaften Frieden zur Folge hat. Die meisten Kriege seit den 90er Jahren werden dieser Definition jedoch nicht mehr gerecht, da ihre Erscheinungsformen sich grundlegend geändert haben. So konstatiert Herfried Münkler: Die '(..)Staaten haben als die faktischen Monopolisten des Krieges abgedankt, und an ihre Stelle treten immer häufiger parastaatliche, teilweise sogar private Akteure (...), für die der Krieg zu einem dauerhaften Betätigungsfeld geworden ist.' Demzufolge ist die Anzahl klassischer Staatenkriege (zwischenstaatliche Kriege) rapide gesunken, während immer mehr Kriege innerhalb der Staatsgrenzen ausgetragen werden. Dabei ist oftmals weder ein Anfang noch ein Ende der teils endlos vor sich hinschwelenden Kriegshandlungen auszumachen, was darauf zurückgeführt wird, dass die Kosten des low-intensity-war dem Nutzen der durch die Fortdauer des Krieges erhofften Gewinne mehr als gerecht wird. Schließlich zeigt die Opferbilanz, dass 80% der Getöteten und Verletzten nun Zivilisten sind, wohingegen bis Anfang des 20.Jahrhunderts 90% der Gefallenen und Verwundeten noch Kombattanten waren. Diese Phänomene faßt Herfried Münkler mit den Begriffen Entstaatlichung bzw. Privatisierung des Krieges, Asymmetrisierung kriegerischer Gewalt und sukzessiver Verselbständigung bzw. Autonomisierung zusammen. Münkler bevorzugt den unscharfen, aber offenen Begriff der 'neuen Kriege' um die Komplexität der Konfliktgründe und Gewaltmotive zu betonen, wobei er auf unverkennbare Parallelen zum Dreißigjährigen Krieg in Europa verweist: 'Die neuen Kriege werden von einer schwer durchschaubaren Gemengelage aus persönlichem Machtstreben, ideologischen Überzeugungen, ethnisch-kulturellen Gegensätzen sowie Habgier und Korruption am Schwelen gehalten und häufig nicht um erkennbare Zwecke und Ziele willen geführt.'

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